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Montag, 13. September 2010

Nachhaltig umgekrempelt

Frastanzer Schule im Aufwind

Das Ergebnis der Modernisierung des 7.000 Quadratmeter großen Schulgebäudekomplexes in Frastanz kann sich sehen lassen. Das Musterbeispiel an nachhaltiger und umweltfreundlicher Sanierung präsentiert sich nach 30 Jahren starker Beanspruchung als moderne und bestens ausgestattete Bildungseinrichtung. Die Umwandlung der ursprünglichen Hauptschule in eine „Neue Mittelschule“ eröffnet viele neue Chancen für die SchülerInnen. Das Prinzip „Nachhaltig Bauen in der Gemeinde“ kommt nicht von ungefähr. Das engagierte e5-Team der Marktgemeinde hat in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, Bauexperten, Planern und Handwerkern wesentlich zum Projekterfolg beigetragen. „e5“ ist ein umfangreiches Programm, das Gemeinden in deren Bemühungen um effizienten und kostengünstigen Umgang mit Energie unterstützt und Zertifizierungen vergibt. Ing. Robert Hartmann von e5 berichtet: „Die Generalsanierung unserer Schule erfolgte ausschließlich nach modernen energetischen und bauökologischen Gesichtspunkten. Auf umweltschädliche Baustoffe wurde konsequent verzichtet. Die Koordination von 50 Firmen, das Einhalten des Bauzeitplanes und die Durchführung der Arbeiten während dem laufenden Schulbetrieb war eine echte Herausforderung.“

Ein Wohlfühlklima und frische Luft für konzentriertes Lernen und Arbeiten waren die ehrgeizigen Ziele des Projektes. Der Projektleiter von Siemens, Erik Grabher, offenbart dazu tiefe, technische Einblicke: „Die Kosten für die energietechnische Sanierung werden sich durch die Einsparungen beim Energieverbrauch mittel- und langfristig sehr gut rechnen. Für eine energieeffiziente Be- und Entlüftung sowie Heizung des Gebäudes wurde eine Grundwasser-Wärmepumpe eingebaut. Die Regelung der Heizungs- und Lüftungsanlagen erfolgt mit dem frei programmierbaren DDC-System DESIGO PXC von Siemens. Die Aufschaltung auf die Managementstation im Rathaus wird über eine VPN-Verbindung mit einem Bacnet Router durchgeführt.“ Ein Energieaufwand von 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr ist ausreichend, damit im Schulgebäude angenehme Temperaturen herrschen und genügend warmes Wasser bereit steht. Jedes Watt Strom liefert rund 4 Watt Wärmeenergie ins Heizsystem. Außerdem nützen passivhaustaugliche Lüftungsgeräte in allen Klassenräumen die Körperwärme der Anwesenden, um den Energiebedarf auf ein Minimum zu senken. Rund 75 Prozent der Wärme werden zurück gewonnen. Wenn Wärmepumpe und Lüftungssystem nicht mehr ausreichen, schaltet die Siemens Regelung automatisch den Gaskessel im Keller zu. Der Heizenergiebedarf der Schule ist nun um 70 Prozent geringer als bisher. Die Gebäudehülle wurde zusätzlich mit einer dicken Dämmschicht versehen und Wärmeschutzfenster mit Dreifach-Verglasung eingebaut.

 
 
Weitere Informationen

Erik Grabher 

erik.grabher@siemens.com

Autor

Susanna Sturm 

susanna.sturm@siemens.com